Kalibrierung

Die Kalibrierung („Calibration“) ist ein umfassender Begriff der Finanzmathematik und bezeichnet das Anpassen von etwas Bestimmten an gewisse Rahmenbedingungen – im Falle der Börsenwelt beispielsweise das Anpassen von Derivaten (Wertpapier-Produkte) an die gegebenen Risikoverhältnisse des Marktes.

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Die Kalibrierung ist eine maßgebende Feinsteuerung von Ratingsystemen, welche die Chancen und Risiken eines Wertpapiers bewerten sollen und in der heutigen Finanzwelt nicht mehr wegzudenken sind. Kann ein solches „Schätzsystem“ die Ausfallrisiken eines Wertpapiers über einen langen Zeitraum hinweg möglichst umfassend beleuchten und die Anlegerverluste damit im Rahmen halten, d.h. weicht es nur sehr gering von der tatsächlich eintretenden Ausfallquote etc. ab, gilt es als ausreichend oder gut kalibriert.

Neben der Begutachtung von offensichtlichen Faktoren wie den allgemeinen Rahmenbedingungen werden bei der Kalibrierung von Finanzprodukten auch zahlreiche weitere Werte berücksichtigt, um eine möglichst umfassende Risikoprävention betreiben zu können - so beispielsweise verschiedene Verlustquotenszenarien oder das Zurate ziehen vergleichbarer Finanzprodukte im jeweiligen Themenumfeld.

Mit dem Thema der Kalibrierung beschäftigen sich heute zahlreiche Lehrinstitute, die das Bestreben der Finanzmärkte, Ausfallrisiken in Zukunft noch besser prognostizieren zu können, aus wissenschaftlicher Sicht unterstützen. Die Erkenntnisse der Forscher werden sogleich in der freien Wirtschaft in der Praxis eingesetzt, beispielsweise von unabhängigen Ratingagenturen und der Finanzfachpresse.

 
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