Kalfatergeld

Für das Abdichten ihrer Schiffe mussten Reeder früher an spezialisierte Handwerker Kalfatergeld bezahlen. Diese Aufwendung reichten die Schiffseigner dann häufig in Form eines höheren Frachtgeldes an ihre Kunden weiter.

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Beim Kalfatern wurden sowohl die Nähte zwischen den einzelnen Holzplanken als auch kleine Löcher, die nach einer gewissen Zeit auf hoher See entstanden, fachmännisch abgedichtet, damit kein Wasser ins Innere des Schiffs eindringen konnte. Um die Dichte zu gewährleisten, wurde vor Allem Pech eingesetzt und auch Baumwolle und Werg kamen zum Einsatz. Mit Hilfe eines Kalfathammers schlugen die Arbeiter die Baumwolle oder die Hanffasern in die Ritzen, ehe diese dann mit Pech verschlossen werden konnten.

Da die Arbeit mühselig war und einige Zeit in Anspruch nahm, handelte es sich beim Kalfatergeld häufig um größere Summen. Die Investitionen waren aber unabdingbar, weil die Reeder ansonsten den Verlust ihrer Schiffe riskiert hätten. Zudem verlangten viele Versicherungen einen Nachweis über regelmäßiges Kalfatern. Nur dann waren die Assekuranzen bereit, Policen auszustellen und aufrecht zu halten, die das Schiff samt Ladung gegen Unglücke und Untergänge versicherten. Da die Nachfrage also relativ groß war, siedelten sich in beinahe jedem Hafen Handwerker und Firmen an, die das Kalfatern anboten. Sie konnten vom Kalfatergeld der zahlreichen Reedereien lange gut leben. Das Kalfatern verlor jedoch später in demselben Maße an Bedeutung wie die Holzbauweise bei Schiffen.

 
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