Inflation, galoppierende

Die galoppierende Inflation ist eine andere Bezeichnung für Hyperinflation. Ihr Kennzeichen ist eine extreme Geldentwertung mit monatlichen Inflationsraten von 50 Prozent und mehr.

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Eine galoppierende Inflation ist also weitgehend außer Kontrolle geraten, am Ende dieser krisenhaften Entwicklung stehen zumeist eine Währungsrefom und der Neubeginn mit einer anderen Währung.

Vor Allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in verschiedenen Teilen der Welt Hyperinflationen. Auch das Deutsche Reich blieb nicht verschont. Im Jahr 1923 entsprachen 4,2 Billionen Mark gerade noch dem Gegenwert von 1 US-Dollar.

Häufig sind extreme Preissteigerungsraten mit entsprechender Geldentwertung nicht allein mit wirtschaftlichen Ursachen zu erklären. In den meisten Fällen trat galoppierende Inflation als Folge von Kriegen, Bürgerkriegen und anderen schweren Krisen auf. Wesentliche Begleiterscheinung der galoppierenden Inflation ist der Verlust von Vertrauen in die Währung. Händler sind nicht länger bereit, Waren für das bereits am nächsten Tag dramatisch entwertete Geld abzugeben. Deshalb blüht bei Hyperinflationen der Tauschhandel.

 
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