Importgehalt

Der Importgehalt eines Produktes gibt an, in welchem Umfang Rohstoffe und Vorleistungen aus dem Ausland bezogen (importiert) werden. Die Kennzahl wird insbesondere für solche Produkte ermittelt, die nach der Fertigstellung wieder ausgeliefert (exportiert) werden.

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Der Importgehalt wichtiger Exportgüter weist in Deutschland seit Jahren eine steigende Tendenz auf und gehört zu den wichtigen Kriterien bei der Aufstellung der Zahlungsbilanz bzw. der gesamtwirtschaftlichen Leistungsbilanz. Beide Berechnungen erlauben Rückschlüsse auf den Grad der Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit dem Ausland. Es werden sämtliche Importe und Exporte berücksichtigt, wobei nicht nur fertige Produkte sondern auch Rohstoffe und Vorleistungen in die Berechnung einbezogen werden.

Auch Arbeitsleistungen, die außerhalb der Landesgrenzen erbracht werden, können den Importgehalt eines Gutes unter dem Strich steigern. Wenn ein Land dauerhaft mehr Waren und Dienstleistungen ausführt als es aus anderen Ländern bezieht, ergibt sich ein Leistungsbilanzüberschuss. Der Staat ist dann ein Nettoexporteur. Volkswirtschaften, die mehr Güter einführen als sie ausführen, werden als Nettoimporteure bezeichnet.

 
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