Holzfuhrgeld

Bauern waren in früheren Jahrhunderten zu einer Reihe von Frondiensten für ihre Grundherrn verpflichtet, unter Anderem zur Lieferung von Holz. Wer dieser Pflicht nicht nachkommen konnte oder wollte, der hatte die Möglichkeit, sich von ihr entbinden zu lassen. Dazu war die Zahlung von Holzfuhrgeld erforderlich.

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Mit der zunehmenden Bedeutung von Bargeld im täglichen Leben und in der Wirtschaft allgemein wurden im Laufe der Zeit Geldleistungen immer bedeutsamer. Sie traten langsam an die Stelle der zuvor üblichen, tatsächlichen körperlichen Arbeit. Während früher die Bauern mit ihren eigenen Gespannen Holz aus den Wäldern bei ihrem Grundherren ablieferten und auf diese Weise ihren Frondienst leisteten, rückte auch diese Arbeit zusehends in den Hintergrund. Die Grundherrschaft hatte ein wachsendes Interesse daran, statt Naturalien Geldleistungen zu erhalten. Und so wurde auch die Einführung des Holzfuhrgeldes voran getrieben.

 
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