Hochzeitsgeld

In früheren Zeiten bezeichnete man als Hochzeitsgeld eine Abgabe, die heiratswillige Paare zu leisten hatten. Zahlungsempfänger waren einerseits die Gemeinden und andererseits die Kirche.

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In den Gemeinden wurde das Geld zumeist für die Unterstützung der Armen eingesetzt. Das Hochzeitsgeld war eine Art von Steuer, die häufig bei der Anmeldung einer Hochzeit und spätestens bis zum Termin der Eheschließung bar zu entrichten war.

Mitunter konnte die Abgabe aber auch eine Geldleistung sein, die heiratswillige Männer unter bestimmten Bedingungen erhielten. Vor Allem nach Kriegen herrschte oft ein Mangel an Männern und viele verwitwete Frauen mussten sich allein um landwirtschaftliche Betriebe kümmern. Männer, die solche Frauen heirateten und damit auch alle Pflichten zur Bewirtschaftung der Güter übernahmen, hatten Anspruch auf ein Hochzeitsgeld aus der Gemeindekasse.

Heutzutage sind beide Bedeutungen des Begriffs aus dem Sprachgebrauch verschwunden. Wenn heute von Hochzeitsgeld die Rede ist, dann meint man damit häufig das Geld, das Paare von Freunden und Verwandten zur Hochzeit geschenkt bekommen.

 
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