Hochinflationsland

In einem Hochinflationsland ist das Tempo der Geldentwertung besonders hoch. Ein typisches Merkmal der Inflation besteht darin, dass für dieselben Güter und Leistungen ein zunehmend größerer Geldbetrag aufgewendet werden muss. Es ist also ein Anstieg des allgemeinen Preisniveaus festzustellen und der Wert des Geldes sinkt entsprechend.

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In einem Hochinflationsland überschreitet die Inflation das normale und von Volkswirten als gesund definierte Preisniveau. Exakte Festlegungen, ab wann eine Volkswirtschaft als Hochinflationsland zu bezeichnen ist, existieren allerdings nicht. Normalerweise spricht man bei einer Rate bis 5 Prozent von leichter Inflation und ab 5 Prozent von schwerer Inflation. Die extremste Form ist die Hyperinflation, von der ab einer monatlichen Inflationsrate von 50 Prozent die Rede ist.

Auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands gab es eine solche Hyperinflation etwa zu Zeiten der Weimarer Republik. Ihren Höhepunkt erreichte sie mit einer monatlichen Inflationsrate von mehr als 32.000 Prozent.

Heute hat die Inflation in den entwickelten Staaten zumeist ein moderates Niveau, die Raten der einzelnen Industrienationen unterscheiden sich nur leicht. Hochinflationsländer gibt es jedoch noch in der so genannten Dritten Welt, insbesondere dort, wo diktatorische Regime die wirtschaftliche Entfaltung unterdrücken und ausländische Investitionen unterbinden.

 
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