Groschen

Mit dem Begriff „Groschen“ bezieht man sich auf eine Geldmünze, zumeist auf Pfennige. Das Wort stammt vom lateinischen „grossus denarius“, was so viel wie „dicker, schwerer Pfennig“ bedeutet.

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Bis zum 13. Jahrhundert gab es im Geldverkehr größtenteils nur den Pfennig und den Obol, sein Halbstück. Mit der Abnahme der Pfennige an Gewicht kam zugleich der Mehrfachwert des Pfennigs auf. Die Münze wurde in mehrfacher Wertausführung geprägt. Auch die Inflation in Oberitalien im 12. Jahrhundert trug zur Prägung des Grossos bei, da die Pfennige immer mehr an Wert verloren hatten.

Der in späterer Zeit übliche Groschen stammt aber aus Frankreich. Dort wurde der Tournosengroschen zum Vorbild des deutschen Pfennigs, und somit des deutschen Groschen. Das französische Original wurde ab dem Jahre 1266 auf Geheiß des französischen Königs Ludwig der Heilige in der Münzstätte Tours geprägt. Der Wert betrug 12 Pfennige. Die Münze kam rasch vom Rheinland über Westfalen bis in die Niederlande in internationalen Umlauf. Als der Nachschub stoppte, wurde der Tournosengroschen unter Anderem in Frankfurt am Main bis nach Oldenburg nachgeprägt. Auch der Prager Groschen war im damaligen Deutschland ein beliebtes Zahlungsmittel.

Mit dem Aufkommen des Talers sank der Wert des Groschens. Im 19. Jahrhundert war ein Groschen nur noch 1/24 Taler wert. Damit stieg die Menge der Groschenprägungen an.

 
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