Groll-Effekt

Der Groll-Effekt bezeichnet eine Reaktion auf eine unbeliebte Steuer. Damit wird die Tatsache beschrieben, dass bei einer Erhebung einer ungeliebten Finanzsteuer (zum Beispiel auf den Umsatz mit Wertpapieren) eine Reduzierung des entsprechenden Angebots oder mit der Minderung der Qualität eines Angebots reagiert wird.

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Der Groll-Effekt kommt in vielen Bereichen vor. So wird bei einer Besteuerung, die nicht die Akzeptanz der Betroffenen findet, beispielsweise mit der Verweigerung von Überstunden reagiert, da der Mehrverdienst ja doch wieder oder zum großen Teil von der Steuer „aufgefressen“ wird.

Im Finanz- und Bankgewerbe kann es vorkommen, dass der Umsatz zur Sicherstellung vor der Besteuerung in das Schattenbanksystem oder in das Underground Banking verschoben wird. Im Bereich der Qualitätsverschlechterung kann nachlässiges Arbeiten oder Bevorzugung von Großkunden der Ausdruck des Groll-Effektes sein. Steuerfachleute und andere schließen daraus, dass eine indirekte Besteuerung den Groll-Effekt nicht oder nur in abgemilderter Form hervorruft.

Vor Allem macht der Groll-Effekt deutlich, welche wichtige oder entscheidende Rolle die Besteuerung bzw. die Art der Besteuerung für Investoren spielt, wenn sie ihr Geld profitabel anlegen wollen.

 
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