Grenzhang zum Sparen

Die Wendung „Grenzhang zum Sparen“ oder die „Grenzneigung“ stammt aus der Nationalökonomie und bezeichnet die Zunahme des Sparverhaltens in einem privaten Haushalt, wenn dort ein Mitglied sein Einkommen erhöht.

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Das Phänomen wird auch als marginale Sparquote bezeichnet. In der Regel werden dazu nur private Haushalte erfasst. Fachleuten ist auf Grund ihrer Erfahrung klar geworden, dass solch ein Phänomen unter den bezeichneten Umständen der Einkommenserhöhung vorkommt.

Einige weitere konstante Faktoren müssen beim Grenzhang zu Sparen gleichfalls erfüllt sein, nämlich

- eine gleich bleibende Steuerbelastung,
- die Stabilität der Warenpreise oder
- keine Änderungen im Konsumverhalten (konstantes Präferenzgefüge).


Weiterhin zählen zu den Konstanten

- eine Wertbeständigkeit in der Vermögenslage – damit ist ein gleich bleibender Marktpreis des Portfolios in Wertpapieren und anderen Anlageangeboten gemeint – und
- unveränderte Erwartungen.


Der Grenzhang zum Sparen ist nicht bloß eine Verhaltenweise, sondern lässt sich exakt nach einer Formel berechnen. In dieser Berechnung wird die erste Ableitung einer Sparfunktion als marginale Sparquote bezeichnet. Der Wert dieser Quote gibt zu jedem Einkommen an, um wie viele Geldeinheiten sich die Einsparung des betreffenden Haushaltes unter den oben erwähnten Bedingungen ändert.

 
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