Geldrechenhaftigkeit

Mit dem Begriff der „Geldrechenhaftigkeit“ wird die Tatsache beschrieben, dass fast alle von Menschen durchgeführten Handlungen knappe Ressourcen verbrauchen, die in Geld bemessen werden oder auch bemessen werden müssen.

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Immer - auch bei kulturellem Schaffen - müssen so genannte Faktorleistungen bereit gestellt und in Geld bewertet werden. Gleichzeitig erfordern diese auch eine Entlohnung und Bezahlung.

Im negativen Sinne bedeutet die Geldrechenhaftigkeit, dass Alles, egal ob es sich um Gegenstände oder Lebewesen handelt, allein nach seiner ökonomischen Zweckdienlichkeit eingeschätzt wird. Diese ökonomische Zweckdienlichkeit wiederum wird in Geld beziffert.

Die Geldrechenhaftigkeit spielt im negativen Sinne besonders in sozialistischer und frühsozialistischer Literatur eine Rolle, die marktgesteuerte und nach Profit strebende Wirtschaftsweise anklagt. In diesem Zusammenhang existiert auch die Forderung nach der Abschaffung des Geldes, da auf diese Weise die Geldrechenhaftigkeit nicht mehr vorhanden wäre.

Selbst primitivste Volkswirtschaften kennen Geld, und dennoch ist vor Allem in neuerer Zeit immer wieder ein Unbehagen über Geld und die damit verbundene Ungerechtigkeit entstanden. In der Soziologie gab es dementsprechend zahlreiche Entwürfe von utopischen Gesellschaften, die ohne Geld auskommen und in denen folglich auch keine Geldrechenhaftigkeit vorhanden ist. Sie alle sind aber mit einer Arbeitspflicht verbunden, welche wiederum die Freiheit des Einzelnen einschränkt. Dennoch sind auch Wirtschaftsformen bekannt, die ohne Geld auskommen.

 
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