Geld, neutrales

Das neutrale Geld ist Kapital, welches keine unmittelbare Auswirkung auf die jeweilige Volkswirtschaft hat und nur seine ursprüngliche Rolle als „unabhängiges“ Tauschmittel erfüllt. Dem liegt die ursprüngliche Definition von Geld in seiner Reinform mit positiven Auswirkungen wie der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse und einem fortschreitenden Wirtschaftswachstum zu Grunde.

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Diese Definition beruht auf der Theorie nach Silvio Gesell und seiner spektakulären Wirtschaftsordnung. Dieses Modell wurde einmal derart erfolgreich getestet, dass es die Nationalbank Österreichs auf den Plan gerufen hat. Gesell versuchte, mit seinen zahlreichen Publikationen die Idee vom Geld grundlegend zu reformieren. Kapital jeder Art sollte sich auf seine primären Aufgaben als Tauschmittel beschränken und maßgeblich zu einer Umlaufsicherung beitragen. Gleichzeitig würde das Rentabilitätsprinzip ausgeschaltet werden und das Prinzip der Wirtschaftlichkeit an dessen Stelle treten. Ein Vermögenszuwachs könnte man nur durch Leistung und nicht mehr durch Vermögen erreichen, d.h. das Zinswachstum inklusive des Zinseffekts wären nach Gesell irrelevant.

Anfang der 30er Jahre wurde in Wörgl, einer Kleinstadt in Österreich am Inn, ein entsprechendes Experiment durchgeführt. Die Menschen dieser Gemeinde bekamen neues Geld. Zwar handelte es sich um sehr geringe Mengen, doch schlug die Maßnahme so gut ein, dass die Auswirkungen der jüngst vergangenen Weltwirtschaftskrise in Wörgl schnell der Vergangenheit angehörten. Schließlich wurde ein Ausbreiten des stark umstrittenen Experiments von staatlicher Seite unterbunden.

 
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