Geld, böses

Böses Geld, auch abfällig „Bastard Coins“ genannt, ist eine alte Bezeichnung für Hartgeld, das durch das Verschmelzen mit unedleren Metallen verfälscht oder gar gefälscht wird. Edelmetall wurde bzw. wird in dieser Beziehung „Korn“ genannt, bei unedleren Metallen auch schlicht Schrott.

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Eine wichtige Periode für dieses Phänomen war um die Mitte des 16. Jahrhunderts herum die so genannte Kipper- und Wipperzeit. Durch eine ständige Geldknappheit wurde eine systematische Geldentwertung (Inflation) ausgelöst, zunächst in den Gebieten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Gründe dafür gab es mehrere. Vor Allem war jedoch die Rekrutierung größerer Söldnerheere ein vernichtender Kostenfaktor. Jene Söldner verlangten als Bezahlung „gutes Geld“, da sie ihr Leben nicht für wertlose Währung auf‘s Spiel setzen wollten.

Ein weiterer Grund war die Tatsache, dass die Silberproduktion in Deutschland zurück ging und die Fürstenhöfe begannen, deutlich übersteigerte Luxusbedürfnisse zu pflegen. Die so genannte „Hochzeit des Geldes“ wurde während der Kipper- und Wipperzeit im Jahre 1621 bis 1623 gleichzeitig zum Dreißigjährigen Krieg erreicht. Das führte dazu, dass zu viel Geld im Umlauf war, das dann zusätzlich immer weiter an Wert verlor.

Erst als per Gesetz die Scheidemünze offiziell eingeführt wurde, endete die Rangelei gegen Ende des 17. Jahrhunderts.

 
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