Geld, billiges

Billiges Geld, das sagenumwobene „Easy Money“, suggeriert zunächst als etwas Positives, ist jedoch bei näherer Betrachtung unter Anderem für den Niedriglohnsektor und die Arbeitslosigkeit mit verantwortlich.

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Billiges Geld ist in erster Linie Geld, das den Banken von der Zentralbank zu einem wirklich niedrigen Zinssatz zu Verfügung gestellt wird. Die Zentralbank hat an diese Mittelvergabe immer bestimmte Wünsche, mitunter auch Erwartungen und Befürchtungen gebunden. Letztlich lassen sich diese Erwartungen an zwei sich gegenüberliegenden Schwerpunkten aufzeigen:

-> Einmal ist es die Erwartung der Zentralbank, dass die Banken diese Gelder ihrerseits mit günstigen Zinsen an die Konsumenten weitergeben – ganz besonders zu Zeiten, in denen die Privathaushalte ihr Geld zusammenhalten müssen und die allgemein Konsumhaltung eher zurückhaltend bis äußerst gering ist. Die Befürchtung hingegen geht dahin, dass die Banken billiges Geld nicht an die Privathaushalte mit niedrigen Zinsen weitergeben, sondern es im Ausland anlegen, um für sich höhere Renditen einzufahren.

-> Eine weitere Befürchtung ist, dass florierende Unternehmen Arbeit gegen Kapital austauschen, genauer gesagt teure Arbeit gegen billiges Kapital. Das führt dann zu der angesprochenen Problematik im Niedriglohnsektor und kann schließlich in der Arbeitslosigkeit enden.

Immer wieder sind in der aktuellen Fachpresse Artikel zum Thema „Easy Money“ zu lesen, meist unter der Prämisse, dass dieses kein Vertrauen schafft und in der Regel der Vorbote einer Finanzkrise ist. Billiges Geld ist aber auch ein Synonym für leicht oder schnell verdientes Kapital, beispielsweise durch einen ganz offensichtlich lukrativen Wertpapierdeal.

 
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