Fruktifizierung

Bei der Fruktifizierung wird ein definitiver Kapitalzuwachs erwartet. Bei Fruktifikationszinsen werden hingegen die Summe und die Zinsen zur Zahlung fällig.

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Der Begriff „Fruktifizierung“ ist historisch jedoch eher negativ behaftet und wird in der heutigen Finanzwelt eigentlich nicht mehr verwendet. In der „Philosophie des Geldes“ von Georg Simmel (1858-1918), erschienen im Jahre 1900 im Dunker & Humblot Verlag in Berlin, geht der Autor seiner These nach, dass Geld „Gott wird“ und Banken „inzwischen größer und mächtiger als die Kirche“. Philosophen und Soziologen verwenden den Begriff der Fruktifizierung seither oft als Kontrabegriff zu verschiedenen Geldthemen wie Zinsen.

Ein weiteres Beispiel für den negativen Gebrauch dieses eher in älteren volkswirtschaftlichen Schriften verwendeten Wortes sind die Anklageschriften, die im Geiste des Marxismus und Sozialismus gegen die freie Marktwirtschaft verfasst wurden. Hier wird in der Regel von Fruktifizierung gesprochen, wenn es um die Berechnung von Zinsen und Zinseszinsen geht.

Entsprechend ist es kein Wunder, dass auf dem heutigen internationalen Finanzparkett der Begriff der Fruktifizierung fast vollständig verschwunden ist.

In anderen Themengebieten wie der Biologie oder dem Garten- und Landschaftsbau gibt es dagegen auch weiterhin entsprechend lautende Bezeichungen (= Fruktifikation). Auch in der Philosophie und gewissen Teilen der modernen Wirtschaftspsychologie ist die Fruktifizierung weiterhin Thema.

 
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