Forderungsmanagement

Das Forderungsmanagement (teilweise auch Debitoren- oder Kreditmanagement genannt) ist Teil des Rechnungswesens und gehört zu den Geschäftsbereichen eines Unternehmens. Darunter versteht man sämtliche Maßnahmen zur Bearbeitung und Sicherung der Debitoren (Schuldner) eines Unternehmens, d.h. es beschäftigt sich mit der Absicherung und Realisierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

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Mit Hilfe des Forderungsmanagements soll die Liquidität des Unternehmens sichergestellt werden, was wiederum eine Verbesserung der Bonität mit sich zieht. Hierfür müssen die Risiken, die mit einem Lieferantkredit (Bereitstellung eines Zahlungsziels für den Kunden) in Verbindung stehen (z.B. Nichtzahlung durch den Kunden, Zahlungsaufschub etc.), minimiert werden. Um dies zu erreichen, muss das Forderungsmanagement in dir folgenden vier Bestandteile zerlegt werden:

1. Bonitätsprüfung
= Analyse, Abwägung und Früherkennung möglicher Risiken potenzieller Geschäftspartner

2. Vertragsgestaltung
= Minimierung des Forderungsausfallrisikos durch Festhalten entsprechender Vertragsbedingungen (z.B. Zahlungsvereinbarungen wie Zahlungsziel, Raten etc.)

3. Debitorenbuchhaltung
= Kontrolle und Überwachung der Fälligkeit von Forderungen sowie von Zahlungseingängen

4. Mahnwesen/ Inkasso
= Einzug von Forderungen bzw. Mahnung der Nichtzahlenden

Durch ein gut organisiertes Forderungsmanagement können Forderungsausfälle bereits vermieden werden, bevor Geschäftsbeziehungen mit Kunden eingegangen werden. Es hilft beim Selektieren des Kundenkreises und er Überwachung und Kontrolle der Bestandskunden. Besonders in größeren Handelsunternehmen ist ein ausgeklügeltes Forderungsmanagement daher von enormer Bedeutung, da sonst schnell der Überblick verloren und die Liquidität sowie die Stabilität des Unternehmens schnell gefährdet wird.

 
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