Finanzmarktstabilität

Die Finanzmarktstabilität ist ein Kernaufgabenbereich der Europäischen Zentralbank (EZB) und der jeweiligen nationalen Zentralbanken. Dazu gehört, die Stabilität der Finanzmärkte zu sichern und auch den negativen Effekten, die zur Störung führen, entgegen zu wirken.

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Finanzmärkte mit hoher Effizienz sind für Volkswirtschaften von großer Bedeutung. Darüber werden unterschiedliche Marktteilnehmer wie Banken, Unternehmen und private Haushalte mit ausreichend finanziellen Mitteln bedient. Für eine dauerhafte Finanzmarktstabilität ist Markttransparenz unerlässlich, denn somit werden nicht nur die Erwartungen der Marktteilnehmer gestärkt, sondern auch Vertrauen geschaffen. Diese Folgen tragen eine Rückkoppelung in sich, die wiederum zur Erhöhung der Finanzmarktstabilität führt.

Moderne Finanzsysteme sind hochempfindlich und einem steten Wandel aus unterschiedlichen Ursachen ausgesetzt. Zur Bewältigung der komplexen Aufgabe der Finanzmarktstabilität gehören unter Anderem

-> die exakte Beobachtung der Finanzmarktstabilität und
-> die permanente kompetente Analyse des Finanz- und Bankenmarktes.


Eine operative Maßnahme dazu ist beispielsweise die Bankenaufsicht. Für eine dauerhafte Finanzmarktstabilität fordern Experten zusätzlich ein antizyklisches Regulierungsprogramm.

Seit Dezember 2004 veröffentlicht die Europäische Zentralbank halbjährlich ihren Bericht über die Finanzmarktstabilität im Euroraum, der auch als „Financial Stability Review“ in der Branche bekannt ist. Darin wird nicht nur die Finanzmarktstabilität im Euro-Währungsgebiet abgehandelt und beurteilt, sondern auch die Rolle des Finanzsystems zur Reduzierung von Auswirkungen von Finanzmarktschocks aufgezeigt.

 
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