Euroisierung

Als Euroisierung, auch Euroisation genannt, bezeichnet man die einseitige Einführung der Eurowährung als gesetzliches Zahlungsmittel, Aufbewahrungsmittel und als Recheneinheit in einem Land, welches nicht der Europäischen Währungsunion (EWU) angehört.

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In Folge einer Euroisierung gibt dieses Land also die eigene bisherige Geldpolitik und die damit verbundene Währung komplett auf und tauscht den gesamten Bargeldumlauf in Euro-Bargeld um. Die Vorteile dabei sind vor Allem

- die Übernahme einer stabilen Währung,
- niedrigere Zinsen (denn je grösser ein Währungsraum, desto niedriger werden die Zinsen sein),
- kein vorhandenes Wechselkursrisiko und
- keine Gefahr von spekulativen Attacken auf die Währung.

Gewisse Wirtschaftssubjekte benutzen zur Zahlung und zu Anlagezwecken nicht die eigene heimische Währung, sondern sie verwenden den Euro. Die Euroisierung in diesem Sinne ist immer ein deutliches Zeichen dafür, dass diese Subjekte der eigenen Währung nicht vertrauen. Nur eine verlässliche Führung des Staates durch die Politik und eine streng auf die Erhaltung der Maßstabeigenschaft des Geldes ausgerichtete Finanzpolitik können die Euroisierung aufhalten oder umkehren. Auch das Androhen von sehr hohen Strafen bewirkt beim Fehlen der vorher genannten Kriterien keine Umkehr in die heimische Landeswährung.

 
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