Doppelwährungsanleihe

Eine Doppelwährungsanleihe ist eine Sonderform von Schuldverschreibungen, bei denen die Zeichnung, die Kapitalrückzahlung und die Zinszahlung in verschiedenen Währungen erfolgen.

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Eine mögliche Konstellation könnte sein, dass die Zeichnung und die Zinszahlung in Euro und die Kapitalrückzahlung in US-Dollar erfolgt. Allerdings trägt der Anleger bei Erwerb der Doppelwährungsanleihe auch das Risiko schwankender Devisenkurse. Diese Schwankungen können sich auch auf den Kurs der Schuldverschreibung auswirken, sofern in den Anleihebedingungen keine Währungsanpassungsklausel festgelegt wurde. Je höher der Fremdwährungsanteil in diesem Fall ist, umso stärker wirken sich die Devisenkursänderungen auch auf den Anleihekurs aus.

Um dieses Risiko etwas ein zu dämmen, können Doppelwährungsanleihen beispielsweise mit einer Call-Option (Kaufoption) oder Put-Option (Verkaufsoption) ausgestattet sein. Bei der ersten Variante hat der Emittent das Recht, die Anleihe vorzeitig zu einem in der Regel niedrigeren Rückzahlungsbetrag als ursprünglich vereinbart zu tilgen, d.h. an den Anleger auszuzahlen. Die zweite Möglichkeit räumt hingegen dem Anleger ein solches recht ein, d.h. er kann die Schuldverschreibung ebenfalls zu einem niedrigeren Betrag vorzeitig zurückgeben und die Tilgung verlangen.

Der Grund für die Ausgabe von Doppelwährungsanleihen kann sein, dass sich Tochtergesellschaften ausländischer Unternehmen dadurch Fremdkapital beschaffen können und gleichzeitig beispielsweise die Zinszahlungen übernehmen. Die Tilgung der Anleihe wird hingegen von der Muttergesellschaft im Ausland geregelt und erfolgt in der Landeswährung.

 
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