Dawes-Anleihe

Die Dawes-Anleihe ist ein nach dem amerikanischen Finanzpolitiker Charles G. Dawes (1865-1951) benannter Schuldtitel, welcher vom Deutschen Reich im Jahre 1924 mit einem Gutschein von ursprünglich 7 Prozent im Umfang von 960 Millionen Goldmark ausgegeben wurde.

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Der Gurnd dafür war, den Reparationsverpflichtungen aus dem Versailler Vertrag nachzukommen.

Der ab 1933 ins Amt getretene Reichskanzler Adolf Hitler verfügte die sofortige Einstellung der Ableistung aller deutschen Auslandsschulden.

Im Jahr 1953 regelte die Bundesrepublik Deutschland im Londoner Schulden-Abkommen die Ansprüche der Gläubiger. Trotzdem kam es seither immer wieder zu Forderungen an Deutschland, hauptsächlich von amerikanischen Anwälten, und zu entsprechenden Klagen vor den Gerichten. Darin einbezogen wurden auch einige andere alte Anleihen wie etwa jene der Stadt Dresden aus dem Jahr 1925. Die erlösten Gelder der Dresden-Anleihe in Höhe von umgerechnet ungefähr 18 Millionen Reichsmark wurde von der Stadt Dresden in der damaligen Zeit für den Ausbau des städtischen Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn verwendet. Diese Anleihe hatte ihre Fälligkeit im Jahr 1945. Der Bundesgerichtshof entschied deshalb im Jahr 2004, dass die damalige Stadt Dresden mit der heutigen Stadt
Dresden juristisch nicht identisch sei. Diese Gerichtsentscheidung erregte in den USA teilweise sehr starke Empörung.

 
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