Google Pay

Mit Google Pay können User per Android-Smartphones oder -Smartwatch bezahlen. In diesem Ratgeber erfahren Sie Wissenswertes rund um den mobilen Dienst.

Onlinekonto auf Bezahlen.de
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Google Pay

Google Pay ist der mobile Bezahldienst des gleichnamigen Suchmaschinen-Riesen aus den USA. Nutzer können damit per NFC-fähigem Smartphone oder einer Smartwatch kontaktlos an kompatiblen Kartenterminals bezahlen, wie das folgende Erklärvideo zeigt: 

Anfang 2015 gab Google bekannt, dass es Softcard, eine Mobile-Payment-Plattform der US-Mobilfunkanbieter, übernimmt. Der Suchmaschinen-Experte integrierte den Dienst in die eigene Wallet.

Am 2. März 2015 kündigte Google-Chef Sundar Pichai Android Pay (Vorgänger von Google Pay) an.

Am 10. September 2015 startete der Bezahldienst vorerst ausschließlich in den USA (mehr dazu siehe unten). Erst im Jahr 2018 wurde er in Google Pay umbenannt.

Funktionen von Google Pay

Google Pay testet Jahresrückblick & Gutscheine

Google Pay bietet Nutzern einen recht amüsanten Jahresrückblick an (Stand: 04/2021). Der Bezahlanbieter rechnet die lokalen Ausgaben dabei zum Beispiel in Frühstückskosten um. Google Pay versucht damit wohl einen Gegensatz zu eher langweiligen Mobile Payment- und Banking-Apps zu setzen. 
Bereits im Dezember ermöglichte Google Pay in Indien das Kaufen und Teilen von Gutscheinen sowie von Geschenkkarten. Die Bezahl-App versucht sich damit und mithilfe andere Services breiter aufzustellen – siehe unten (teils nur testweise). 

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Google Pay hat Ende 2020 viele neue Funktionen erhalten– aber wie so oft vorerst nur in den USA. Im Laufe des Jahres 2021 sollen sogar mobile Konten in Kooperation mit US-Banken folgen (siehe unten).

Redesign bei Googles Bezahldienst

Google Pay hat viele neue Funktionen erhalten, wie der Konzern offiziell auf dem eigenen Blog bekannt gab. Allerdings galten die Neuerungen nur in den USA. Wann und ob sie in Deutschland verfügbar sein werden, ist offen (Stand: 04/2021). 

Diese neuen Funktionen bietet Google Pay in den USA seit Ende 2020 an:

  • Ausgaben mit Suchbegriffen wie "Lebensmittel", "vergangener Monat" oder "mexikanische Restaurants“ finden
  • Chat-Funktion
  • P2P-Payment: privaten und gewerblichen Nutzern Geld senden
  • Online und offline Angebote finden, Coupons einlösen, z.B. bei Etsy, Target u.v.m.
  • Rechnungen aufteilen
  • Akzeptanzstellen in der Nähe
    • Essen bestellen bei mehr als 100.000 Restaurants
    • Tankrechnung bezahlen bei über 30.000 Tankstellen
    • Parkticket bezahlen in mehr als 400 Städten

Google Pay mit mobilen Bankkonten

Eine der wichtigsten Neuerungen bei Google Pay: Der Bezahldienst will ab 2021 mit elf US-Banken wie Citi, der Stanford Federal Credit Union (SFCU) und BankMobile kooperieren, um mobile Bankkonten anzubieten.

Diese sogenannten Plex-Konten umfassen kostenlose Giro- und Sparkonten. Sie sollen ohne monatliche Gebühren, Überziehungsgebühren oder Mindestguthaben-Anforderungen auskommen.

Fakten und Versprechen

In dem folgenden Video (27 Min) erklärt Caesar Sengupta, der den Bezahl-Bereich bei Google verantwortet, die Neuerungen: 

Zwei beeindruckende Fakten von Sengupta:

"Mittlerweile nutzen jeden Monat mehr als 150 Millionen Menschen in 30 Ländern Google Pay."

Der Google-Manager weist noch einmal darauf hin, dass die Google Pay-Daten weder an Dritte verkauft noch der Transaktionsverlauf mit anderen Google-Abteilungen für Anzeigen geteilt wird. Denn der Konzern wird immer wieder beim Thema Datenschutz kritisiert – vor allem im direkten Vergleich zu Apple Pay.

Einführung von Google Pay

Google Pay ist seit dem 26. Juni 2018 in Deutschland verfügbar. Damit war der Bezahldienst zwar rund ein halbes Jahr schneller als Apple Pay (und mehr als zwei Jahre schneller als Samsung Pay). Aber im Vergleich zu anderen Ländern war Deutschland wiederum spät dran. Denn Google startete vorher bereits in (Auswahl; Stand: 04/2021):

  • USA (2015 als Android Pay)
  • Vereinigten Königreich
  • Australien
  • Polen
  • Belgien
  • Russland
  • Kanada
  • Spanien
  • Brasilien
  • Tschechien

In folgenden Ländern war Google Pay im September 2018 kurz nach Deutschland-Start verfügbar:

Nach dem Launch hierzulande folgten noch weitere Länder, wie (Stand: 04/2021):

  • Indien
  • Italien
  • Dänemark
  • Frankreich
  • Schweiz
  • Südkorea
  • Österreich (2020)

Inzwischen ist Google Pay in 30 Ländern verfügbar (Stand: 04/2021)

Laut einer Statista-Umfrage aus dem Jahr 2020 bezahlen 12 Prozent der Deutschen per Smartphone oder haben dies schon einmal getan. Dabei entfallen 41 Prozent der Nutzer auf Apple Pay (+8 Prozentpunkte) und 27 Prozent auf Google Pay. Abgeschlagen auf dem dritten Platz folgt die Mobile Payment-App der Sparkassen.

Google Pay nutzen

Voraussetzungen zur Nutzung von Google Pay

Um Google Pay einsetzen zu können, benötigen Kunden Folgendes:

  • ein NFC-fähiges Smartphone mit möglichst aktueller Android-Version
  • eine kompatible Kreditkarte einer kooperierenden Bank ODER
  • einen PayPal-Account mit hinterlegter/m Kreditkarte oder Bankkonto

Google Pay einrichten

Wollen Sie Google Pay auf Ihrem Smartphone nutzen, müssen Sie folgende Schritte durchlaufen:

  1. Google Pay-App herunterladen (falls noch nicht vorinstalliert)
  2. Google Pay-App öffnen
  3. Klicken Sie auf "Loslegen"
  4. Kreditkarte fotografieren oder die Daten manuell eingeben (Alternativ: PayPal-Account hinzufügen)
  5. Google prüft Ihre Identität
  6. Bestätigungsmethode auswählen: SMS oder E-Mail

Google erklärt das Hinzufügen einer neuen Kreditkarte zum eigenen Bezahldienst in 35 Sekunden im folgenden Video:

Banken- und andere Partner

Google kooperiert, ähnlich wie Apple, für den eigenen Bezahldienst direkt mit Banken. Allerdings arbeitet der Suchmaschinen-Anbieter seit dem 10. Oktober 2018 zusätzlich mit PayPal zusammen. Dort können Nutzer alle Kreditkarten und Bankkonten hinterlegen.

Damit ist Google Pay von der Offenheit vergleichbar mit Samsung Pay, wenn auch über den Umweg PayPal. Dabei wird eine virtuelle Debit Mastercard erstellt. Über diese wird das Geld vom hinterlegten Bankkonto abgebucht.

Das folgende Video zeigt in 35 Sekunden das Hinzufügen des PayPal-Kontos zu Google Pay:

Google Pay ist mit Karten der folgenden Banken verfügbar (Auswahl; Stand: 04/2021; mit Kreditkarten):

Sparkasse und Google Pay

Die Sparkassen bieten Google Pay nicht an. Sie haben eine eigene Android-App namens "Mobiles Bezahlen" entwickelt.

Eine Ausnahme stellt die 1822direkt dar. Denn die Tochter der Frankfurter Sparkasse unterstützt zwar Google Pay seit Oktober 2020, "Mobiles Bezahlen" aber nicht.

Google Pay ist seit September 2020 auch mit der Deutschland-Kreditkarte nutzbar

Kompatible Geräte

Google Pay ist mit allen NFC-fähigen Android-Smartphones kompatibel, welche Lollipop 5.0 oder aktuellere Android-Versionen nutzen (Stand: 12/2020).

Akzeptanzstellen

Google Pay können Kunden im stationären Handel in der Regel überall dort einsetzen, wo kontaktlose Zahlungen per Kreditkarte akzeptiert werden. Dazu zählen in Deutschland meist große Unternehmen und Ketten.

Aber auch immer mehr kleine und mittlere Firmen akzeptieren Google Pay und andere mobile Bezahldienst. Denn die Corona-Pandemie hat selbst die Bargeld-verliebten Deutschen dazu bewegt, mehr (kontaktlose) Karten und Smartphones zum Bezahlen einzusetzen.

Mit Google Pay per Smartphone bezahlen

Wollen Sie im stationären Handel mit Ihrem Smartphone per Google Pay bezahlen, müssen Sie diese Schritte befolgen:

  1. Smartphone entsperren
  2. NFC (Near Field Communication) aktivieren
  3. Smartphone nah an das ebenfalls NFC-fähige Kartenterminal halten
  4. Zahlung sollte innerhalb weniger Sekunden auf dem Terminal und Ihrem Smartphone bestätigt werden

Die PIN-Eingabe am Kartenterminal entfällt mit Google Pay (und Apple Pay) vollkommen. Beim Bezahlen werden nicht die echten Kreditkarten-Daten übermittelt, sondern eine verschlüsselte Nummer.

Das folgende Video zeigt in 34 Sekunden, wie Sie per Google Pay in Geschäften bezahlen:

Dabei werden die Kreditkarten-Daten nicht an den Händler übermittelt.

Neben dem stationären Handel können Nutzer von Google Pay damit auch in Apps bezahlen. Beim Checkout-Prozess wird das GPay-Logo angezeigt. Bei diesen Unternehmen können Sie Google Pay auch online und in der App einsetzen (Auswahl; Stand: 04/2021):

  • Airbnb
  • BVG
  • Flixbus
  • FreeNow

Tipps und Tricks

Sie wollen Google Pay mit einem Sparkassen-Konto nutzen? Dann müssen Sie entweder den Umweg über PayPal gehen oder Sie werden 1822direkt-Kunde. Denn das Tochterunternehmen der Frankfurter Sparkasse unterstützt Google Pay im Gegensatz zum restlichen Sparkassen-Verband. Dieser setzt weiterhin auf die eigene Android-App "Mobiles Bezahlen".

Google Pay ist erst seit Oktober 2020 mit der 1822direkt Visa Classic nutzbar

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Dank PayPal nutzbar mit den meisten Kreditkarten und Girokonten
  • Android-Smartphones sind weit verbreitet
  • PIN-Eingabe am Kartenterminal entfällt
  • Kreditkartendaten werden verschlüsselt
  • Übersicht aller Google Pay-Zahlungen
  • mehrere Karten in einer App

Nachteile

  • nur mit Android nutzbar
  • Sparkasse bietet eigene Android-App zum Bezahlen an
  • Smartphones mit alter Android-Version könnten Google Pay nicht mehr unterstützen
  • Datenschutz wird bei Google teilweise kritisiert
  • kontaktloses Bezahlen per Google Pay ist nicht überall möglich
Bildquellen:

Google Pay in der Hand: pixabay.com | mohamed_hassan
Google Pay-Gif: blog.google
Google Pay-Logo: blog.google/press
Smartphone mit Google Pay: unsplash.com - Matthew Kwong
Google Pay-Logo: Google Pay-Screenshot
Deutschland-Kreditkarte Classic mit Google Pay: bezahlen.de

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