Wofür müssen Sie 2017 mehr bezahlen?

Mit dem neuen Jahr kommen auch wieder einige Änderungen auf Sie zu. Wir geben Ihnen einen Überblick, in welchen Bereichen Sie 2017 tiefer in die Tasche greifen müssen.

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Welche Kosten kommen 2017 auf Sie zu?

Das neue Jahr steht vor der Tür und für Sie beginnt sicherlich auch bereits die finanzielle Kalkulation. Möglicherweise haben Sie aber noch nicht bedacht, dass auch im kommenden Jahr einige Dinge wieder deutlich teurer werden. In diesem Ratgebertext wollen wir Ihnen die Dinge aufzählen, die Sie nächstes Jahr mehr Geld kosten werden.

Steigen Kosten und Gebühren in allen Bereichen?

Immer wieder hat man den Eindruck, dass die Kosten Jahr für Jahr steigen. Das ist allerdings nicht so, denn in manchen Bereichen zahlen Sie auch weniger als im Vorjahr. Doch 2017 müssen Sie sich leider auf eher höhere Kosten einstellen, da die Inflation im Vergleich zu den Vorjahren recht stark steigt. Wir wollen Ihnen in diesem Ratgeber entsprechend zeigen, wo die Gebühren steigen. Dadurch können Sie für sich mögliches Sparpotential ausmachen und müssen entsprechend am Ende vielleicht doch nicht mehr bezahlen.

Wird die Energie im kommenden Jahr teurer?

Eine der größten Ausgaben für Sie und viele andere Verbraucher sind die Kosten für Energie. Entsprechend wichtig ist es Ihnen sicherlich zu erfahren, wie sich die Gebühren für Gas, Öl, Strom und Wasser entwickeln. Dabei gibt es gute und schlechte Nachrichten.

Die Heizkosten steigen im kommenden Jahr nicht

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Gute Nachrichten gibt es im Bereich der Heizkosten. Sie müssen sich nur im absoluten Ausnahmefall auf steigende Kosten einstellen. Besonders wenn Sie auf Gas setzen, können Sie aufatmen. Hier können Sie sogar mit sinkenden Gebühren rechnen. Manche Anbieter wollen die Gebühren teilweise um bis zu 1 Cent pro Kilowattstunde senken. Ihnen winken entsprechende Ersparnisse im zweistelligen Euro-Bereich. Beim Öl können Sie dagegen auf gleichbleibende Kosten hoffen. Zwar erhöhen einige Anbieter die Kosten leicht, auf größere Änderungen müssen Sie sich allerdings nicht einstellen. Insgesamt können Sie sich also über eine angenehme Entwicklung der Heizkosten freuen. Größere Ausgaben in diesem Bereich müssen Sie im kommenden Jahr nicht einplanen.

Strom wird deutschlandweit teurer

Eine noch einmal höhere EEG-Umlage und generell höhere Strompreise sorgen in einem anderen Bereich leider dafür, dass Sie im kommenden Jahr deutlich mehr Geld einplanen müssen. Die genau steigenden Kosten richten sich je nach Anbieter, Sie sollten allerdings bis zu 50 Euro mehr einplanen, um den Strom zu bezahlen. Möglicherweise ergeben sich aufgrund der steigenden Kosten für Sie auch Sparpotentiale. Vermutlich haben Sie diese aber bereits gehoben, denn die Stromkosten steigen 2017 keineswegs erstmals. In den vergangenen Jahren sind die Stromkosten in Deutschland generell enorm gestiegen. Vergleichsweise fällt der Anstieg in diesem Jahr entsprechend sogar gering aus. Das ist aber nur ein schwacher Trost.

Höhere Kosten für das Niederschlagswasser

Grafik Energiekosten

Wenn Sie in Zukunft Ihre Nebenkosten bezahlen, sehen Sie vermutlich auch einen anderen Posten, der angestiegen ist. Die Rede ist vom Niederschlagswasser. Auch das Wasser als solches wird teurer, doch hier spielt die Preiserhöhung keine so große Rolle. Beim Niederschlagswasser, das finanziell von vielen Verbrauchern unterschätzt wird, drohen dagegen Erhöhungen im einstelligen Cent-Bereich pro Kubikmeter. Dabei gibt es allerdings starke Unterschiede zwischen den Anbietern. Sie kommen bei den Kosten für das Wasser im kommenden Jahr allerdings möglicherweise glimpflich davon. Wirklich sparen können Sie in diesem Bereich zudem nicht. Das Niederschlagswasser können Sie generell kaum beeinflussen, das normale Wasser fällt preislich im Vergleich zu anderen Energiekosten nur sehr wenig ins Gewicht.

Wie sich die Heizkosten im kommenden Jahr entwickeln:

Wie entwickeln sich die Kosten für Bahn, Bus und Auto?

Wie viele Millionen Deutsche sind Sie möglicherweise auch Pendler. Für Sie spielen entsprechend die Kosten für Fortbewegungsmittel eine wichtige Rolle. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie mit Bahn, Bus oder Auto unterwegs sind – die Kosten steigen im kommenden Jahr wohl in allen Bereichen.

Warum das Autofahren im kommenden Jahr teurer wird

Das Öl wird seit einigen Wochen und Monaten wieder deutlich teurer. Für Sie als Autofahrer bedeutet das steigende Spritkosten. Der Effekt ist im Vergleich zum Ölpreis immer ein wenig verschoben, sodass die Erhöhungen vermutlich Anfang des kommenden Jahres zu spüren sein werden. Schon jetzt sehen Sie an der Tankstelle allerdings, dass die Preise wieder steigen. Sie müssen sich insgesamt also auf deutlich höhere Spritkosten als im vergangenen Jahr einstellen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass Sie pro Liter im Durchschnitt bis zu 20 Cent mehr bezahlen müssen als im Vorjahr. Für Vielfahrer können die Mehrkosten so im dreistelligen Bereich liegen. Legen Sie also am besten ein wenig mehr Geld für das Autofahren zur Seite.

Das gilt besonders, da es auch bei der Kfz-Steuer Anpassungen gibt. Die Kostensteigerungen gelten hier zwar größtenteils nur bei großen Autos, die schlechte Umweltwerte haben, doch Sie sollten sich vorsorglich dennoch auf eine negative Entwicklung einstellen. Denken Sie auch daran, dass bei manchen Versicherungen im kommenden Jahr die Gebühren steigen. Generell werden Policen teurer (dazu später mehr), doch im Bereich der Kfz-Versicherungen zeigt sich die Entwicklung mitunter am deutlichsten. Manche Anbieter erhöhen die Gebühren beim Vollkaskoschutz um bis zu fünf Prozent. Schauen Sie daher am besten nach, ob es bei Ihnen eine Erhöhung gibt und wechseln Sie im Zweifel noch Ihre Versicherung. Durch einen Wechsel der Police können Sie teilweise viel Geld sparen. So können Sie mögliche steigende Gebühren im kommenden Jahr abfedern.

Die Bahn erhöht wie üblich die Preise für flexible Tickets

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Bei der Bahn tut sich im kommenden Jahr auch so einiges. Ob Sie am Ende mehr bezahlen, hängt von Ihrem Fahrverhalten ab. Generell zeigen sich Preiserhöhungen in drei Bereichen:

  • bei grenzüberschreitenden Tickets
  • bei flexiblen Tickets
  • bei Zeitkarten

Aufgrund der starken Konkurrenz durch Fernbusse dürfen Sie sich im Fernverkehr bei früherer Buchung über teilweise sogar niedrigere Preise als im Vorjahr freuen. Wenn Sie dagegen flexible Tickets benötigen, müssen Sie sich – wie schon in den Vorjahren – auf steigende Kosten einstellen. Die Erhöhungen liegen dabei je nach Strecke bei bis zu fünf Prozent. Teurer wird es für Sie auch, wenn Sie grenzüberschreitend unterwegs sind. Das zumindest ist der Fall, wenn Sie bislang den BahnCard-Rabatt genutzt haben. Dieser gilt 2017 nämlich nicht mehr auf internationalen Teilstücken bei Sparpreis-Buchungen. Tickets nach Belgien, Polen oder Österreich werden für Sie im kommenden Jahr entsprechend teurer. Dasselbe gilt auch für Zeitkarten. Pendeln Sie also beispielsweise jede Woche von Düsseldorf nach Köln oder von Starnberg nach München, müssen Sie sich auf steigende Gebühren einstellen. Die Erhöhungen richten sich auch hier nach der jeweiligen Strecke, betragen im Durchschnitt allerdings weniger als fünf Prozent. Dennoch sollten Sie in Ihrem Budget für das kommende Jahr mehr Geld für die Fortbewegung mit dem Zug einplanen. Der Flexpreis wird durchschnittlich um 1,9 Prozent teurer, Zeitkarten sogar 3,9 Prozent. Auch die BahnCard 100 wird 2,4 Prozent (2. Klasse) beziehungsweise 2,9 Prozent (1. Klasse) teurer.

Viele Verkehrsverbünde erhöhen die Gebühren

Grafik Verkehrskosten

Auf höhere Kosten müssen Sie sich zudem auch innerhalb verschiedener Verkehrsbereiche einstellen. Die Tickets für Busse und Bahnen werden in vielen deutschen Städten 2017 etwas höher ausfallen als noch im Vorjahr. Zwar gibt es einige Städte und Gemeinden, in denen es keine Erhöhungen gibt. Das ist aber eher die Ausnahme. Besonders in Nordrhein-Westfalen steigen die Gebühren in vielen Verkehrsbetrieben an. Teurer werden dabei im Normalfall sowohl Einzel- als auch Mehrfahrtentickets. Darüber hinaus sollten Sie sich darauf einstellen, dass auch Zeitkarten innerhalb eines Verkehrsverbundes im kommenden Jahr etwas teurer werden. Auch für Pendler wird es 2017 also ein Stück teurer als noch in diesem Jahr. Im Durchschnitt steigen die Preise allerdings nur um weniger als fünf Prozent.

Was im kommenden Jahr im Verkehrsbereich teurer wird:

Sollte ich meine Versicherungen für das kommende Jahr prüfen?

Generell lohnt es sich, immer wieder einen Blick auf die eigenen Policen und deren Kosten zu werfen. Für 2017 sollten Sie dabei besonders achtsam sein, denn bei einigen Anbietern steigen die Gebühren teilweise deutlich. Besonders stark steigen die Kosten für Berufsunfähigkeitspolicen. Hier stehen Ihnen Mehrkosten von bis zu 20 Prozent ins Haus. Bedenken Sie allerdings, dass die Erhöhungen nur in manchen Branchen gelten. Auf sinkende Gebühren dürfen Sie sich im Bereich der Versicherungen dagegen leider nicht freuen. Auch für viele andere Versicherungen werden die Kosten im kommenden Jahr steigen. So haben bereits einige Lebensversicherer für Neuverträge höhere Gebühren und geringere Zinsen angekündigt. Informieren Sie sich am besten bei all Ihren Versicherungen über mögliche Preiserhöhungen und kalkulieren Sie die entsprechenden Kosten. Möglicherweise lohnt es sich auch darüber nachzudenken, die Versicherung zu wechseln. Bedenken Sie dabei aber die Kündigungsfristen. Ein Wechsel für das kommende Jahr ist möglicherweise gar nicht mehr möglich. Bei besonders stark steigenden Kosten steht Ihnen allerdings teilweise ein Sonderkündigungsrecht zu.

Was wird nächstes Jahr sonst noch teurer?

Von Erhöhungen der Heizkosten oder steigenden Preisen für Benzin sind fast alle Menschen in Deutschland betroffen. Doch auch in einigen anderen Bereichen steigen die Gebühren. In diesem Abschnitt wollen wir deshalb auf andere steigende Kosten verweisen, die für Sie eine Rolle spielen könnten.

Mehr Geld für Amazon Prime einplanen

In Deutschland setzen mehrere Millionen Kunden des Versandhändlers Amazon auf den Zusatzservice „Prime“. Dieser bietet die kostenfreie Versendung aller Pakete sowie eine Expresslieferung. Zudem sind weitere Services wie ein Musik-Dienst oder die Möglichkeit, Filme und Serien im Internet zu streamen, inkludiert. Das immer größere Angebot wird für Amazon allerdings Jahr für Jahr teurer. Im kommenden Jahr werden die Kosten nun allerdings auf die Verbraucher umgelegt. Konkret bedeutet das, dass Amazon Prime Sie im kommenden Jahr 20 Euro mehr kosten wird. Damit steigen die Kosten um mehr als 25 Prozent. Auch für Studenten wird der Service teurer, die Erhöhung fällt hier allerdings deutlich geringer aus. Sind Sie ein aktiver Kunde von Amazon und nutzen zudem die Zusatzservices, ist der Preis von Amazon Prime im Vergleich zur Konkurrenz aber weiterhin sehr niedrig. Rechnen Sie daher am besten durch, ob der Service für Sie auch im kommenden Jahr Sinn macht. Ansonsten können Sie auch jetzt noch kündigen, sodass die erhöhten Gebühren Sie im kommenden Jahr nicht betreffen.

Höhere Gebühren für Bestandskunden von Sky

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Sie schauen seit Jahren die Fußball Bundesliga und die Champions League über den Bezahlsender Sky? Als Bestandskunde wird es für Sie im kommenden Jahr möglicherweise teurer. Der Münchner Pay TV-Anbieter erhöht die Gebühren um bis zu 10 Euro im Monat. Im Durchschnitt steigen die Gebühren allerdings nur um 5 Euro. Betroffen sind Sie davon nur, wenn Sie einen freilaufenden Sky Vertrag haben. Wenn Sie nur ein Paket für 12 oder 24 Monate zu einem fixen Preis abgeschlossen haben, zahlen Sie nicht mehr als bisher. Möglicherweise wollen Sie die Mehrkosten nicht tragen und entsprechend kündigen. Je nach Vertrag steht Ihnen möglicherweise eine Sonderkündigung offen. Wenn Sie von diesem Recht Gebrauch machen, erhalten Sie von Sky zudem oft ein deutlich besseres Angebot. So können Sie im kommenden Jahr ohne viel Aufwand bares Geld sparen.

Flugtickets könnten im kommenden Jahr mehr kosten

Die Preise für Flugtickets sind in den vergangenen Jahren teilweise stark gefallen. Damit könnte jetzt Schluss sein. Das liegt an zwei verschiedenen Entwicklungen. Zu einem steigen im kommenden Jahr die Kosten für Kerosin, da das Öl wieder teurer wird. Zum anderen wurde eine Erhöhung der Luftverkehrsgebühren bekanntgegeben. Sie als Verbraucher sehen diese Preiserhöhungen nicht direkt. Sie sollten allerdings davon ausgehen, dass Fluggesellschaften wie airberlin oder die Lufthansa die Preise in Anbetracht der steigenden Kosten anheben werden. Bedenken Sie auch, dass es bei airberlin im kommenden Jahr zu einer starken Reduzierung des Angebots kommt. Möglicherweise erhöhen sich die Ticketpreise auf einigen Strecken daher besonders. Wenn Sie ein günstiges Ticket buchen wollen, gilt auch 2017: Wer einen guten Deal machen will, sollte sich ranhalten.

Denken Sie an höhere Kosten für den Urlaub

Auch der Urlaub wird für Sie im nächsten Jahr teurer. Das zumindest gilt, wenn Sie nicht nach Tunesien, in die Türkei oder nach Ägypten fliegen. Hier können Sie aufgrund der Krisen so günstig Urlaub machen wie noch nie zuvor. Doch andere Urlaubsregionen wie Spanien, Italien oder Griechenland werden aufgrund der größeren Nachfrage deutlich teurer als noch im Vorjahr. Auch Fernreisen nach Asien oder in die USA sind im nächsten Jahr teurer als noch 2016. Dasselbe gilt für die Naherholung, denn auch deutsche Hotels machen sich die größere Nachfrage zu nutzen und erhöhen im kommenden Jahr die Preise. Wenn Sie also nicht gerade in eine Krisenregion reisen wollen, sollten Sie bis zu zehn Prozent mehr für Ihr Urlaubsbudget zur Seite legen.

Planen Sie für 2017 mit höheren Ausgaben

Grafik sonstige Kosten

Sie sehen an unserem Ratgeber relativ deutlich: 2017 wird für Sie zu einem teureren Jahr. Sie müssen in vielen verschiedenen Bereichen mit steigenden Kosten rechnen. Das Sparpotenzial hält sich dabei einigermaßen in Grenzen, sodass Sie an den steigenden Kosten nicht viel verändern können. Möglicherweise erhalten Sie dafür im neuen Jahr allerdings auch eine Gehaltserhöhung. So lassen sich die höheren Ausgaben teilweise wieder kompensieren. Generell gilt allerdings: Halten Sie Ihr Geld im nächsten Jahr lieber ein wenig mehr zusammen, um im Zweifel auch mit den steigenden Gebühren keine größeren Probleme zu haben. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Der Grundfreibetrag, das Kindergeld und der Kinderfreibetrag steigen im neuen Jahr.

Worauf Sie 2017 sonst noch achten sollten (siehe Bild rechts):

Bildquellen:

Haus auf Geldscheinen: Dmitriy Melnikov | Dreamstime Stock Photos
Leere Hosentaschen: Madja | Dreamstime Stock Photos
Hand mit Geldscheinen: Melinda Nagy | Dreamstime Stock Photos
Grafiken: bezahlen.de

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