Miles & More: Lufthansa-Kreditkarten unterstützen Google Pay

News vom 11.11.2019

Mobile Payment per Miles & More-Kreditkarte

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Inhaber von Miles & More-Kreditkarten können nun auch mithilfe von Google Pay bezahlen. Das hat unter anderem die DKB Anfang November 2019 bekannt gegeben. Die Berliner Direktbank steht hinter den Vielflieger-Kreditkarten: 

Die Kreditkarten von Miles & More ließen sich bereits seit Anfang September 2019 bei Apple Pay hinterlegen. 

Funfact: Garmin Pay - ein kleiner Payment-Konkurrent der zwei US-Techriesen - lässt sich mit allen Debit- und Kreditkarten deutscher Banken nutzen. 

Hintergründe zu Lufthansa sowie Miles & More

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Bei dem Streik der Flugbegleiter bei Lufthansa vergangene Woche waren rund 180.000 Passagiere betroffen. Eigenen Angaben zufolge sind insgesamt rund 1.300 von etwa 6.000 Flügen an den beiden Tagen ausgefallen. 

Bei Miles & More gab es zuletzt 2018 große Änderungen: Große Fluggesellschaften hatten bereits damals die Regeln für das Meilensystem verändert. Gemäß den US-amerikanischen Vorreitern wie American Delta und American United ist dann auch Lufthansa mit neuen Regeln nachgezogen. Die deutsche Airline hat ihr Punktesystem "Miles & More" auch dem US-amerikanischen Vorbild angepasst: Ursprünglich beachtete das Meilensystem die zurückgelegte Strecke der Passagiere und die Buchungsklasse. Dies war dann nicht mehr der Fall. Die Gutschriften werden stattdessen auf den Ticketpreisen basieren.

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Grund hierfür ist, dass durch einen Zerfall der Ticketpreise Passagiere für wenig Geld sehr viele Meilen sammeln konnten und sich das System nicht mehr für die Fluggesellschaften rechnete. "Miles & More" beachtet nach den neueren Regeln neben dem Flugpreis auch noch den Vielfliegerstatus der Passagiere. So bekommen reguläre Passagiere vier Prämienmeilen pro bezahltem Euro gutgeschrieben und Kunden mit Vielfliegerstatus sechs Prämienmeilen je Euro. Um die Prämienmeilen gegen Upgrades oder Freiflüge einzutauschen, müssen die Passagiere inzwischen deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Vor- und Nachteile des neuen Systems

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Dieses Regelsystem ist laut Lufthansa für rund zwei Drittel der Passagiere vorteilhaft. In der Praxis sieht dies aber anders aus. Wirklich profitieren von der Umstellung nur Passagiere, die hohe Flugpreise bezahlen. "Miles & More" hat rund 30 Millionen Mitglieder. Von den neuen Regeln profitiert aber wahrscheinlich nur eine Minderheit. Die Verlierer des neuen Systems sind vor allem Frühbucher, Schnäppchenjäger und die Mehrheit der Passagiere in der Economy Class. Auch Geschäftsleute haben einen Nachteil: Denn „Miles & More“ schreibt nur für die Netto-Umsätze Meilen gut und rechnet vor der Gutschrift die Steuern heraus.

Allerdings konnten Lufthansa-Kunden das "neue" Regelsystem vorerst umgehen, da es nur Tickets betraf, die auf eine der Fluggesellschaften von der Lufthansa Group ausgestellt sind. Bei einem Flug mit der Lufthansa von Deutschland in die USA konnte das Ticket bei United Airlines gekauft werden. Für diese Tickets galten noch die alten Regeln. Das neue System in Zusammenspiel mit den Programmpartnern rechnet sich sehr gut für die Lufthansa. Zu den kooperierenden Unternehmen gehören zum Beispiel der FC Bayern München, hrs.de oder der Lieferdienst Gourmondo. Diese kaufen Gutschriften bei Lufthansas Vielfliegerprogramm „Miles & More“ und werben somit um mehr Kunden. Die deutsche Airline hat mehr als 300 von diesen Programmpartnern.

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Bildquellen:

Miles & More-Logo und -Karten: miles-and-more.com
Google Pay: pixabay.com | mohamed_hassan
Flugzeug: Kurt Kleemann | Dreamstime.com

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