Strafzinsen für liquide Bankkunden

Lange wollten die Vorstände der großen Bankenhäuser in Deutschland Negativzinsen für Privatkunden unter allen Umständen vermeiden. Anfang März 2016 bekräftigte der damalige Sparkassen-Chef Georg Fahrenschon dieses Ansinnen. Welche Institute erheben nun (trotzdem) Strafzinsen?  

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Doch Negativzinsen für Privatkunden

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Die meisten Banken bieten ihren Kunden zwar keine oder kaum noch Guthabenzinsen an, aber Strafzinsen kommen eher selten vor. Aber es gibt sie – auch für Privatkunden. Die Sparkasse Köln-Bonn erhebt seit 2016 zum Beispiel Negativzinsen von 0,40 Prozent für Einlagen in Millionenhöhe.

Vorreiter zu diesem Schritt waren allerdings einige kleine Volks- und Raiffeisenbanken. Diese verlangen aber zum Teil bereits ab Einlagen in Höhe von "nur" 100.000 Euro von ihren Privatkunden besagte Strafzinsen. Dazu gehören laut Biallo die folgenden Institute (Stand: 5/2018):

Geldinstitut Negativzins p.a. Anlagebetrag
Sparda-Bank Berlin 0,40 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeldkonto
Raiffeisenbank Gmund 0,40 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Volksbank Dresden-Bautzen 0,4 % ab 1.000.000 Euro auf Tagesgeldkonto
Volksbank Stendal 0,40 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Kreissparkasse Osterholz 0,40 % ab 1.000.000 Euro auf Girokonto
VR-Bank Mittelsachsen 0,30 % ab 100.000 Euro

Meist handelt es demnach sich um einen Negativzinssatz von 0,4 Prozent pro Jahr ab einem Anlagewert von 100.000 Euro.

Negativzinsen für alle

Es gibt aber nicht nur Negativzinsen für liquide Bankkunden. Denn einige deutsche Institute erheben diese auch bei geringeren Anlagen. Dazu gehören laut Biallo, einem Online Magazin für Geld, die folgenden Banken (Stand: 5/2018):

Geldinstitut Negativzins p.a. Anlagebetrag
Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien Strafgebühr von 5-50 Euro pro Monat ab 0,01 Euro auf Tagesgeldkonto
Volksbank Baden-Baden Rastatt 0,40 % je nach Einzelvereinbarung
Flatex (Fintech Group Bank) 0,40 % für Guthaben auf dem Cashkonto


Alternativen

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Wer Strafzinsen sowie Kosten für Kontoführung, Überweisungen und Kontoauszüge vermeiden möchte, kann sein Girokonto wechseln. Die meisten Direktbanken haben – wie der Name schon sagt – kein Filialnetz. Sie haben durch fehlendes Personal und Miete geringere Kosten und können viele Leistungen daher kostenlos erbringen sowie positiven Zinsen anstelle von Strafzinsen anbieten. Zudem sind Banken seit dem 18. September 2016 per Gesetz verpflichtet worden, beim Kontowechsel behilflich zu sein.

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Auf dem Vergleichsportal bezahlen.de finden Kunden eine große Auswahl an günstigeren beziehungsweise kostenlosen Alternativen zum bestehenden und leider meist teurem Girokonto der Filialbank vor Ort. Teilweise bieten sie sogar positive Zinsen auf Einlagen an. Eine objektive Vergleichsmöglichkeit hilft dem Interessenten/Neukunden zudem dabei, die für ihn optimalen Leistungen zu erörtern.

Beim DKB-Cash erhalten Kunden immerhin 0,2 Prozent Guthabenzins. Beim ING-DiBa Girokonto sind es sogar 0,67 Prozent. Die Norisbank kommt mit ihrem Top-Girokonto noch auf 0,03 Prozent.

Bildquellen:

Münzstapel: pixabay.com - OpenClipart-Vectors
Wegweiserschild: pixabay.com - geralt
DKB: DKB

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